Gestenfehler bei Schizophrenie

15.06.2017

Patienten mit Schizophrenie haben Kommunikationsschwierigkeiten, wobei die nicht-verbale Kommunikation besonders betroffen ist. Die Fachzeitschrift Schizophrenia Bulletin hat dazu einen Beitrag zu einer Studie von Forschenden der UPD publiziert.

Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. med. Sebastian Walther untersucht seit Jahren Komplikationen, die durch falsche Handgesten entstehen. Die Fehler beim Gestikulieren weisen zum Beispiel auf einen schwereren Krankheitsverlauf hin. In einer aktuellen Publikation konnte nun nachgewiesen werden, dass betroffene Patienten bereits während der Planung der Gesten Hirnregionen anders nutzen als Gesunde. Das Team um Sebastian Walther und Katharina Stegmayer fand heraus, dass die Gestenplanung bei Patienten durch höhere Aktivität im limbischen System gestört wird, die wiederum mit der aktuellen Wahnsymptomatik zusammenhängt. Ein weiterer Hinweis dafür, wie umfassend Wahnerleben die zwischenmenschliche Kommunikation beeinträchtigen kann. Die Publikation erschien frei zugänglich in der renommierten Fachzeitschrift Schizophrenia Bulletin.

Limbic Interference During Social Action Planning in Schizophrenia

Die Studie entstand im Rahmen des SNF-Projektes 152619