Kurztherapie kann Suizidrisiko reduzieren

07.12.2018

Eine in der UPD unter der Leitung von Dr. phil. Anja Gysin-Maillart entwickelte Therapie nach Suizidversuch reduziert das Risiko weiterer suizidaler Krisen markant. Nun hat eine Studie unter Leitung der London School of Economics zudem die Kostenwirksamkeit des Ansatzes bestätigt.

Die UPD hat eine Kurztherapie für Menschen nach Suizidversuch entwickelt. Sie soll wiederholten Suizidversuchen vorbeugen. Dass diese Kurztherapie wirkt, zeigte eine entsprechende Studie bereits vor zwei Jahren. Demnach reduziert die so genannte «Attempted Suicide Short Intervention» (kurz: ASSIP) das Risiko von weiteren Suizidversuchen um 80 Prozent. Die Kurztherapie besteht aus drei Sitzungen gefolgt von einem anhaltenden brieflichen Kontaktangebot über zwei Jahre.

Nun zeigt eine weitere Studie dass die Kurztherapie auch tatsächlich Kosten spart. Der Aufwand für Notfallbehandlungen und die Einweisung in psychiatrische Kliniken lässt sich mit der Therapie signifikant vermindern. Die Therapie sei also nicht nur klinisch wirksam sondern auch wirtschaftlich.

ASSIP: Schon drei Sitzungen können einem weiteren Suizidversuch vorbeugen