Ein bisschen Paranoia ist normal - wann wird sie krankhaft?

27.02.2020

Der Attentäter von Hanau fühlte sich verfolgt, er glaubte an eine Verschwörung und war vermutlich psychisch krank. Auch einige gesunde Menschen leiden unter Paranoia.

In einem Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung NZZ zum Thema paranoide Wahnvorstellungen wird als Expertin PD Dr. med. Katharina Stegmayer von der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der UPD zitiert. Sie und ihr Kollege Prof. Dr. med. Sebastian Walther behandeln und erforschen solche Störungen.

Verfolgungswahn und Allmachtsphantasien seien typisch für Menschen, die unter paranoiden Wahnvorstellungen litten. «Die Patienten haben das Problem, dass sie banale Ereignisse, zum Beispiel ein rotes Auto vor ihrer Tür, fälschlicherweise als hoch relevant interpretieren. Sie denken, es stehe nur wegen ihnen dort, und fühlen sich verfolgt.» Studien zeigen, dass die Betroffenen oft Veränderungen im Gehirn aufweisen. 

Ein bisschen Paranoia ist normal - wann wird sie krankhaft?