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Kompetenzzentrum Suizidprävention

Das Kompetenzzentrum für Suizidprävention bietet ein breites Spektrum an Leistungen in den Bereichen Behandlung, Fort- und Weiterbildung sowie Postvention an. Ein Suizidversuch ist ein einschneidendes Ereignis, das sowohl für Betroffene als auch für Angehörige und behandelnde Gesundheitsfachpersonen anspruchsvolle Herausforderungen mit sich bringt. 

Unser Ziel ist es, genau hier anzusetzen. Mit suizidspezifischen Behandlungsangeboten, massgeschneiderten Schulungen und evidenzbasierter Forschung möchten wir einen nachhaltigen Beitrag in diesem bedeutsamen Bereich leisten. Dazu koordiniert das Kompetenzzentrum für Suizidprävention Behandlung, Weiterbildung und Forschung. 

Leitung

PD Dr. phil. Anja Gysin-Maillart Leitende Psychologin, Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, Mit-Urheberin ASSIP Kurztherapie

Angebote

Im Kompetenzzentrum Suizidprävention werden verschiedene wissenschaftliche Forschungsprojekte durchgeführt. 

Ziel ist es, die zugrunde liegenden (neuro-)psychologischen Mechanismen suizidalen Erlebens und Verhaltens besser zu verstehen und die Faktoren zu identifizieren, die den Übergang von Suizidgedanken zu suizidalem Verhalten beeinflussen.

Darüber hinaus werden psychotherapeutische Prozessfaktoren und Behandlungsansätze systematisch erforscht, um die Wirksamkeit und gezielte Anwendung therapeutischer Massnahmen weiter zu optimieren.

Forschungsprojekte (folgt)

Das Kompetenzzentrum für Suizidprävention engagiert sich sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene für die Suizidprävention. 

In Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern aus den USA, Schweden, den Niederlanden, Deutschland und Finnland werden verschiedene Forschungsprojekte durchgeführt. 

Zudem wird in Zusammenarbeit mit der World Psychiatric Association ein Projekt zur Implementierung von ASSIP flex in afrikanischen Ländern entwickelt, um evidenzbasierte Ansätze in der klinischen Praxis zu verankern. 

Diese Sprechstunde richtet sich an Menschen, die durch Suizid oder Suizidversuche im nahen Umfeld betroffen sind. Darunter Angehörige, nahestehende Personen sowie Personen, die jemanden im Prozess eines assistierten Suizids begleiten.

Der Verlust oder die akute Gefährdung eines geliebten Menschen durch Suizidalität kann tief erschüttern und häufig mit traumatischen Erfahrungen einhergehen. Auch die Begleitung von Menschen im Kontext der Sterbehilfe stellt Angehörige oft vor komplexe emotionale und ethische Herausforderungen.

In der Sprechstunde bieten wir einen geschützten Raum, um belastende Erfahrungen zu besprechen und Orientierung zu finden. Themen können unter anderem sein: suizidales Erleben und Verhalten verstehen, Trauer und Trauma: wo finde ich Hilfe, das Setzen persönlicher Grenzen, die Gestaltung von Abschiedsritualen sowie das Klären eigener Bedürfnisse und Wünsche im Umgang mit der Situation.

Ziel ist es, Betroffene zu entlasten, ihre Handlungssicherheit zu stärken und sie in einem achtsamen Umgang mit sich selbst zu unterstützen.